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Botschaft aus der Schattenwelt  

Als die Götter noch Menschen waren
Belletristik
ISBN 3-934625-51-7
Asaro Verlag
Paperback
192 Seiten
€ 16,90

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Leseprobe

"Wie kann ein Mensch Götter machen, die doch keine Götter sind." (Jeremia 16,20)
Ihr Menschen da vom dritten Planeten, den ihr Erde nennt, habt unsere Botschaft erhalten und könnt die Worte dieser Schrift wohl verstehen. So also wollen wir euch offenbaren und kund tun, was ihr zu wissen begehrt. Es sind die edlen Schriften der Weisen derer aus der Urzeit eurer Ahnen.
Wir nennen unsere Welt, aus der wir kommen, Unkonu. Es ist eine Vielzahl von Planeten im Sternbild des Situris, dem wir seinen Namen gaben. Es sind bewohnte und unbewohnte Welten, manche von ihnen kahl und öde, andere wiederum voll strotzendem Leben, erfüllt mit mannigfachem Leben. Mit der Kraft unserer Gedanken reisen wir von einer Welt zur anderen. All unsere Völker sind friedliebend und dem Herrscher Xebalone ergeben.
Wir tun euch kund von der Existenz zahlreicher fremder und euch unbekannter Rassen im weiten endlosem All. In diesem Universum und in vielen anderen. Einige Planeten der vielen Imperien sind lebensfähig und von Völkern besiedelt, die wie auch wir nur den Frieden und die Eintracht kennen. Sie wissen nichts von Kriegen und Kämpfen, nichts von Hass und Elend. Diese Dinge sind ihnen fremd. Denn seit Jahrtausenden wurden keine Schlachten mehr geschlagen am Himmel und auf fernen Sternen. Unser Sonnensystem zählt sieben bewohnte und elf karge Planeten.
Auf einem weiteren Planeten befindet sich der Rat der Weisen, der über alle Welten in diesem Universum wacht und den ewigen Frieden hütet. Dort sind die Herrscher, die Fürsten und die Schriftgelehrten. Sie bewahren die Werke des großen Xebalone. Vor mehr als zweitausend Jahren irdischer Zeitrechnung schickten wir euch letztmals einen Boten, den ihr in eure Herzen schlosset und fortan als ein göttliches Wesen noch heute achtet und verehrt. Nichts von seinem Glanz und seiner Ausstrahlung sind gewichen. Seine wahre Aufgabe in eurer Welt jedoch ist damals wie heute unverstanden an euch vorbei gegangen. Ihr wolltet ihn töten, weil euer Herrscher es so befahl und das Volk nach seinem Tod begehrte. Wir holten ihn aber in unseren Kreis zurück, zu einer Zeit, da die Menschen an seinen erfolgten Tod glaubten. Doch er ist unsterblich, wie auch wir es sind. Denn er ist einer von uns. Und er wird ewiglich einer der Unsren sein. Doch sehr bald ist die Zeit abermals reif für einen neuen Sendboten. Reif für die Rückkehr unserer Söhne und Töchter auf das Erdenreich.
Und sie werden dann strafend über euer aller Leben kommen. Denn Sünde und Hass erfüllen wiederum diesen Planeten. Tod wird zu diesen künftigen Zeiten hernieder geschleudert. Blitze werden zucken. Pest wird die Menschen befallen. Die Schlünde der Erde sollen aufgehen, daraus das Feuer kommt. Alle Gräuel ergießen sich auf die Völker. Es wird eine schreckliche Zeit geben, denn der gute Geist unserer Urväter wohnt nicht mehr in eurem Geist und Herzen. Ihr habt ihn verkümmern lassen, nicht an ihn geglaubt, ihn verleugnet und euch anderen Gedanken zugewandt.
Ihr seid ein Produkt unseres Wirkens vor vielen Jahrtausenden auf eurem Planeten. Wir haben euch dereinst erschaffen; Menschen aus der Barbarei geholt. Aber ihr seid nun wieder ohne Geist und ohne Verstand. Diese Werte sind ausgetrocknet in euch. Weil ihr einen Pakt mit dem Bösen und der Verwerflichkeit schlosset. Unsere Lehren habt ihr verfälscht und unsere Worte, die wir vor Jahrtausenden zu euch sprachen, missverstanden und den Habgierigen die Seelen verraten.
Eure Herzen sind starr und kalt geworden. Ihr betet noch immer Götter an, die euch nicht hören. Es sind Götter, die euch nicht helfen, weil es sie nicht wirklich in euren Herzen gibt. Glaubt also nicht an Wesen, die fernab von euch sind und nicht existieren. Glaubt nur an eure eigenen Kräfte, an den Geist in euch. Den gilt es zu wecken und zu fördern. Denn er ist das Wahre und das Reine. So findet ihr den Weg zu eurem Gott. Und ihr werdet die Rettung und Erfüllung erfahren, wonach ihr so sehr strebet. Denkt stets daran, nur in euch selbst ist der wahre Gott. Versucht ihn zu finden. Denn ihr alle seid ein Teil davon.
Drum also geben wir euch Kunde von den alten Schriften, die unsere Gesandten für den Menschen vor sehr sehr langer Zeit hinterließen. Nehmt auf, was eure Urväter nach ihrer Schöpfung erlebten und überlieferten. Diese Schriften sind rein. Es steht geschrieben, so wie wir es den Menschen zu längst vergangenen Zeiten diktierten und wie sie es fühlten. Denn sie hatten Augen um zu sehen und Ohren um zu hören.
Viele andere Schriften, auch jene von uns auf Erden hinterlassene, haben fanatische und falsche Propheten und Priesterschaften verfälscht. Sie setzten ihre Worte ein, wie sie in den Lauf der Dinge passten. Kopien wurden von den falschen Schriften gefertigt und in den vergangenen Jahrtausenden viele Worte nach dem Sinn und den Wünschen der Menschen ergänzt oder weggelassen, Erlebnisse abgeschrieben und mit neuem Sinn für andere Völker verwandt.
Ihr habt Götter erfunden, die in Wahrheit eure Beherrscher und Förderer waren. Die unter euch weilten und mit euch lebten. Die euch ihr Wissen lehrten und vielen unter dem Volk Macht gaben. Macht und Wissen, das ihr aber verkümmern ließet, weil ihr auf die Worte der Fantasten und Falschspieler hörtet. So also sind neue und unwahre Schriften entstanden und Religionen, die das Böse und Unreine verkörperten. Viele von euren Vätern und Urvätern in vorgeschichtlichen Zeiten haben den Sinn unseres Seins und Handelns nicht verstanden, weil ihnen noch die Intelligenz und das Verständnis dafür fehlten. Sie waren nicht mit dem Wissen begabt, das ihr Menschen heute besitzt. Doch das Geheime schläft in euch, wartet darauf, erweckt zu werden.
Die Väter eurer Väter und deren Väter haben dereinst niedergeschrieben, was ihre Ohren hörten, was ihre Augen sahen und was ihr Herz begehrte und fühlte. Sie notierten es auf Stein, in tiefen Höhlen, auf Wänden, meißelten es in den Fels. Malten es auf Seide und auf Papier. Und wir haben es in den ewigen Schriften festgehalten. Zum Gedenken für alle, die danach kommen. Es ist unverfälscht, was wir verfassten. Niemand hat daran kopiert, keine falschen Worte hinzugefügt oder weggelassen. Die Schrift ist geschützt und kann nicht geändert werden. Darum also ist sie die wahre Abfolge allen Geschehens.
So nehmt denn unsere Worte an und verabscheut das Werk des Luzifers, der Verrat an eurem wahren Sein beging. Einst diente er uns und sollte der Hüter eures Lebens werden. Er wirkte mit, euch zu schaffen, damit ihr rein und ohne Sünden bestehen solltet. Doch er verlor euch an uns und sich an die ewige Verdammnis. Groß ist deshalb sein Bestreben, erneut Besitz über den Menschen zu gewinnen. Durch die Unendlichkeit der Verbannung zieht er nun dahin in den tiefen unbekannten Weiten aller Universen. Immer auf der Flucht vor uns und unserer gerechten Strafe. Stets aber versucht er, euch zu seinen Untertanen und Verbündeten zu machen. Hütet euch daher vor seinen Verführungskünsten. Die Versprechen, die er gibt, sind absolut falsch und voller Hinterlist. Denn nur wir besitzen die Macht über alles Sein auf eurer Welt und auf allen anderen Welten, die wir geschaffen. Nur wir können euch geben, was euer Verlangen ist. Denn ihr seid gemacht nach unserem Geist und nach unserem Willen. Ein Gleichnis unseres Seins. Nur an uns sollt ihr glauben, denn ihr seid wie wir.
Solange ihr jedoch unsere wahre Existenz leugnet und bezweifelt, werdet ihr niemals bekommen, was euer größtes Verlangen ist. Eines Tages jedoch werden unser Wissen und unsere Macht in euch übergehen, weil ihr aus unserem Geist und nach unserem Bild gemacht seid, genauso wie unsere Urväter vor Jahrmillionen waren und auch heute noch sind. In euch allen ist all das gespeichert, was unsere Vorvorderen vor langer langer Zeit euch eingaben. Doch es ist wieder verschlossen und ihr versteht den wahren Sinn nicht. Darum, da ihr nach den Mächten des Bösen und des Unglaubens strebt.
So nehmt denn unsere wahren Worte an. Bewahrt die Botschaft, die wir euch geben. Lernt daraus, die gemachten Fehler zu vermeiden. Werdet so, wie unsere Väter und Urväter es wollten. So ist es auch das größte Streben der Weisen von Korbina.
Lest die Schriften des Umetuschda, der einst unser Diener auf Erden war und ein Wesen des Menschenvolkes. Lest auch die Worte seines mächtigen Herrn, des großen Futonga, dem Gebieter von Korbina. Beide haben vor vielen Jahrtausenden ein gedemütigtes Volk aus der Knechtschaft geführt und zu freien Menschen gemacht. Doch viel von diesem Erbe ist leider nicht mehr erhalten.
Lest und versteht auch die Schriften von Inu und seinem himmlischen Bruder Emba, den beiden gewaltigen Kindern des Urherrschers Futonga. Sie kamen von den Sternen und waren Diener eurer Völker auf Erden. Sie gaben euren Vätern einst viele gute und weise Worte, deren Sinn ihr verfälscht und missverstanden habt. Die himmlischen Inu und Emba lehrten den Urvätern viele geheimnisvolle Dinge, was die Menschen zu jenen Zeiten zu wissen begehrten und gelehrige Schüler waren.
Wir haben die Schriften des Umetuschda für euch und eure Kinder aufbewahrt. Er hat sie vor mehr als fünftausend Jahren niedergeschrieben. Zum Gedenken und zur Erinnerung. Nichts an seinen Worten ist falsch. Nichts, was weggelassen wurde. Wir haben sie ihm diktiert. Es ist die Chronik der Entstehung. Erkennt daraus all die Dinge, die in den vielen Jahrtausenden in euren Schriften verfälscht wurden. Und das sind die Worte des Umetuschda, die wir euch allen in der Urfassung wiedergeben.

Der Prophet auf einem anderen Stern
"Wo ihr wohnet, da sollen die Städte wüst und die Höhen zur Einöde werden." (Hesekiel 6,6)
Öde lag auf dem weiten Land, das ich betreten. Schwarz war der Himmel über mir. Hoch stand eine rot glühende Sonne am Firmament und spendete nur spärlich Licht und wenig Wärme. Dennoch brannte sie unbarmherzig auf meiner Haut. Diese Sonne war anzusehen wie ein riesiger Feuerball. Drohend schien sie auf mich herabzublicken. Kein Wind regte sich. Keinen Tierlaut konnte ich vernehmen. Keine Wolke zog über den Himmel. Auch Pflanzen wuchsen nicht in dem trockenen Boden, den tiefe Furchen und die Dürre zeichneten. Ausgetrocknet war das Land ringsum. In der Ferne erspähte ich eine unendliche Sandwüste. Kahle Berge am Horizont lösten in mir Unbehagen aus. Unheimlich drohend war diese fremde Welt für mich. Und ich fürchtete mich sehr vor diesem Anblick, vor dieser Dürre und Stille. Aber es ist nicht mein Land. Es ist nicht das Land meiner Ahnen oder meiner Urahnen. Es ist eine Welt, daselbst ich noch nicht gewesen. Und dieser Anblick flößte mir abermals Furcht ein.
Ich war ein Fremder auf dieser Welt. Nach hier brachte mich der gütige Meister in seinem gewaltigen Himmelsboot, das ohne Lärmen durch die Lüfte sich bewegte. Und es flog in die fernen Himmel hinein. Weitab von meinem geliebten Land. In Welten, die ich noch nie gesehen und daran kein Menschenwesen je dachte, dass es sie gibt. Denn es ist die Welt zwischen den Sternen, die nur den Unsterblichen vorbehalten ist.
Da sprach der Meister zu mir, als ich schweigend vor diesem Anblick stand: "Dies, Umetuschda, ist ein Himmelsplanet, so groß wie deine Erde. Sündhaftigkeit hat ihn vor vielen Jahrhunderten dem Untergang geweiht. Die Bewohner waren einst sehr habgierig und ihre Herzen voller Hass erfüllt. Ihre Streitsucht und ihr Begehren nach Reichtum hat sie alle zerstört und dahingerafft. Mit gewaltigen Waffen, die Tod und Verderben brachten, vernichteten sie sich gegenseitig und löschten damit alles Leben auf dieser Welt aus. Das der Pflanzen, der Tiere und das der Menschen. Kein Wesen konnte der Katastrophe entgehen. Keine Kreatur vor dem Tod fliehen. Und nun schwebt der Hauch des Todes noch immer auf dieser Welt. Unsichtbar und im Verborgenen.
Aber er kann dir nichts anhaben. Weil das Gewand, welches du trägst, deinen Leib und deinen Geist davor schützt. Siehe, Umetuschda, diese öde und verlassene Welt ist nicht allzu sehr von der deinigen entfernt. Fast kannst du nach ihr greifen. In klaren Nächten siehst du sie auf den Feldern deines Volkes wie einen hellen Stern am Himmelsfirmament erstrahlen.
Du Umetuschda hast Augen, dies hier alles zu sehen. Doch deine Ohren sollen aus meinem Munde die Geschichte dieser vergangenen Völker hören. Und mit deinen Worten sollst du das Erlebte deinen Kindern und deren Kindern berichten. Schreibe nieder, was du nun vernimmst.
Schreibe es zum Gedenken und zur Mahnung, auf dass alle Völker und Menschen es erfahren. Jetzt und in fernen Zeiten. Lerne die Fehler dieser vergessenen Rasse zu vermeiden, damit sich dein Schicksal und das deines Volkes nicht auf Erden ähnlich wiederholt.
Und siehe, all die großen Stätten liegen in Schutt und Asche. Nichts ist mehr geblieben. Vernichtet sind all die wundervollen Paläste der Herrscher, die Prunkbauten des Volkes. Nur die Ruinen zeugen von einer einstigen großen Kultur auf dieser nun leeren Welt."
Doch ich sprach zu Futonga, meinem Gebieter: "Herr, was soll ich niederschreiben? Ich verstehe viele deiner Worte nicht. Du sprichst für mich fremdartige Dinge, die mir unverständlich sind. Wie soll ich meinem Volk die Reise auf dieses Eiland erklären. Sie werden meinen Worten nicht glauben, ein riesiger Vogel habe mich hierher getragen. Ein Vogel, denn du, oh Gebieter lenktest, der deine Worte verstand und deinen Befehlen gehorchte. Weiß ich, ob mein Volk das Geschriebene versteht? Weiß ich, ob es den Sinn erkennt? Deine Wunder kann ich nicht beschreiben, weil ich solches noch nie erlebte. Führe du also meine Feder so, damit mir nichts geheimnisvoll erscheint. Denn mein Geist ist gering an Wissen und nicht reif für Dinge, die du tust und die du lenkst."
Und der Meister antwortete mir: "Halte fest, was deine Augen sehen und deine Ohren hören! Schreibe wie du denkst und wie du fühlst. Schreibe nieder, wie ich dir die Schrift lehrte. So bewahrst du das Gesehene und das Gehörte. Alles andere werden meine Diener für dich notieren, damit es auch deine Kinder und dein Volk wohl verstehen.
Aber deine Überlieferung wird von denen, die nach dir und nach deinen Kindern kommen, nicht verstanden. Sie werden deine Worte falsch deuten und die Schrift verfehlt erkennen. Sie wissen nicht, was der wahre Sinn ist, weil sie nicht nach ihren Gefühlen denken und sich von den Mächten des Bösen leiten lassen. So wird den Menschen in sehr fernen Zeiten unser wahres Ziel auf Erden verborgen bleiben.
Doch auch ich werde in dem großen Buch des Wissens und der Geschehnisse alles aufschreiben, für jene Menschen, die nach dir und deinen Kindern und den Kindern deiner Kinder kommen. Meine Worte sind für all jene Generationen bestimmt, die in fernen Zeiten den Erdenball bevölkern und den Schritt zu den Sternen wagen. Dann erst wird man auf Erden den Sinn meiner Worte und meiner Taten verstehen und erfassen können.
Dein Volk und seine Nachkommen werden Götter aus uns machen, obwohl wir keine Götter sind. Denn es gibt nur XEBALONE. Die Menschen legen unsere Werke falsch aus. Sie werden die Ereignisse der Vergangenheit leugnen und falsche Worte finden für das, was einst auf Erden und am Himmel geschah. Drum halte ich dich an, Umetuschda, jeden Tag deine Erlebnisse niederzuschreiben. Reiche sie dann weiter an mich, damit ich sie aufbewahre und denen geben kann, die Jahrtausende nach dir kommen. So sehen die Menschen künftiger Zeiten vielleicht, wie euer Denken und Handeln war. Ermahne dein Volk, halte es an, die Worte, die du zu ihm sprichst, und die Taten, welche meine Diener und ich an den Menschen vollbringen, richtig zu verstehen und zu beachten. Zeige ihnen Gleichnisse auf, so wie ich sie dir lehrte. Sieh an diese Welt des Verderbens, auf der wir stehen! Auch sie ist ein Gleichnis. Sie ist ein Denkmal der Ermahnung und des Besinnens."

 

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