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"Wie kann ein Mensch Götter machen, die doch keine Götter sind." (Jeremia
16,20) Ihr Menschen da vom dritten Planeten, den ihr Erde nennt,
habt unsere Botschaft erhalten und könnt die Worte dieser Schrift wohl
verstehen. So also wollen wir euch offenbaren und kund tun, was ihr zu wissen
begehrt. Es sind die edlen Schriften der Weisen derer aus der Urzeit eurer
Ahnen. Wir nennen unsere Welt, aus der wir kommen, Unkonu. Es ist eine
Vielzahl von Planeten im Sternbild des Situris, dem wir seinen Namen gaben. Es
sind bewohnte und unbewohnte Welten, manche von ihnen kahl und öde, andere
wiederum voll strotzendem Leben, erfüllt mit mannigfachem Leben. Mit der Kraft
unserer Gedanken reisen wir von einer Welt zur anderen. All unsere Völker sind
friedliebend und dem Herrscher Xebalone ergeben. Wir tun euch kund von der
Existenz zahlreicher fremder und euch unbekannter Rassen im weiten endlosem All.
In diesem Universum und in vielen anderen. Einige Planeten der vielen Imperien
sind lebensfähig und von Völkern besiedelt, die wie auch wir nur den Frieden und
die Eintracht kennen. Sie wissen nichts von Kriegen und Kämpfen, nichts von Hass
und Elend. Diese Dinge sind ihnen fremd. Denn seit Jahrtausenden wurden keine
Schlachten mehr geschlagen am Himmel und auf fernen Sternen. Unser Sonnensystem
zählt sieben bewohnte und elf karge Planeten. Auf einem weiteren Planeten
befindet sich der Rat der Weisen, der über alle Welten in diesem Universum wacht
und den ewigen Frieden hütet. Dort sind die Herrscher, die Fürsten und die
Schriftgelehrten. Sie bewahren die Werke des großen Xebalone. Vor mehr als
zweitausend Jahren irdischer Zeitrechnung schickten wir euch letztmals einen
Boten, den ihr in eure Herzen schlosset und fortan als ein göttliches Wesen noch
heute achtet und verehrt. Nichts von seinem Glanz und seiner Ausstrahlung sind
gewichen. Seine wahre Aufgabe in eurer Welt jedoch ist damals wie heute
unverstanden an euch vorbei gegangen. Ihr wolltet ihn töten, weil euer Herrscher
es so befahl und das Volk nach seinem Tod begehrte. Wir holten ihn aber in
unseren Kreis zurück, zu einer Zeit, da die Menschen an seinen erfolgten Tod
glaubten. Doch er ist unsterblich, wie auch wir es sind. Denn er ist einer von
uns. Und er wird ewiglich einer der Unsren sein. Doch sehr bald ist die Zeit
abermals reif für einen neuen Sendboten. Reif für die Rückkehr unserer Söhne und
Töchter auf das Erdenreich. Und sie werden dann strafend über euer aller
Leben kommen. Denn Sünde und Hass erfüllen wiederum diesen Planeten. Tod wird zu
diesen künftigen Zeiten hernieder geschleudert. Blitze werden zucken. Pest wird
die Menschen befallen. Die Schlünde der Erde sollen aufgehen, daraus das Feuer
kommt. Alle Gräuel ergießen sich auf die Völker. Es wird eine schreckliche Zeit
geben, denn der gute Geist unserer Urväter wohnt nicht mehr in eurem Geist und
Herzen. Ihr habt ihn verkümmern lassen, nicht an ihn geglaubt, ihn verleugnet
und euch anderen Gedanken zugewandt. Ihr seid ein Produkt unseres Wirkens
vor vielen Jahrtausenden auf eurem Planeten. Wir haben euch dereinst erschaffen;
Menschen aus der Barbarei geholt. Aber ihr seid nun wieder ohne Geist und ohne
Verstand. Diese Werte sind ausgetrocknet in euch. Weil ihr einen Pakt mit dem
Bösen und der Verwerflichkeit schlosset. Unsere Lehren habt ihr verfälscht und
unsere Worte, die wir vor Jahrtausenden zu euch sprachen, missverstanden und den
Habgierigen die Seelen verraten. Eure Herzen sind starr und kalt geworden.
Ihr betet noch immer Götter an, die euch nicht hören. Es sind Götter, die euch
nicht helfen, weil es sie nicht wirklich in euren Herzen gibt. Glaubt also nicht
an Wesen, die fernab von euch sind und nicht existieren. Glaubt nur an eure
eigenen Kräfte, an den Geist in euch. Den gilt es zu wecken und zu fördern. Denn
er ist das Wahre und das Reine. So findet ihr den Weg zu eurem Gott. Und ihr
werdet die Rettung und Erfüllung erfahren, wonach ihr so sehr strebet. Denkt
stets daran, nur in euch selbst ist der wahre Gott. Versucht ihn zu finden. Denn
ihr alle seid ein Teil davon. Drum also geben wir euch Kunde von den alten
Schriften, die unsere Gesandten für den Menschen vor sehr sehr langer Zeit
hinterließen. Nehmt auf, was eure Urväter nach ihrer Schöpfung erlebten und
überlieferten. Diese Schriften sind rein. Es steht geschrieben, so wie wir es
den Menschen zu längst vergangenen Zeiten diktierten und wie sie es fühlten.
Denn sie hatten Augen um zu sehen und Ohren um zu hören. Viele andere
Schriften, auch jene von uns auf Erden hinterlassene, haben fanatische und
falsche Propheten und Priesterschaften verfälscht. Sie setzten ihre Worte ein,
wie sie in den Lauf der Dinge passten. Kopien wurden von den falschen Schriften
gefertigt und in den vergangenen Jahrtausenden viele Worte nach dem Sinn und den
Wünschen der Menschen ergänzt oder weggelassen, Erlebnisse abgeschrieben und mit
neuem Sinn für andere Völker verwandt. Ihr habt Götter erfunden, die in
Wahrheit eure Beherrscher und Förderer waren. Die unter euch weilten und mit
euch lebten. Die euch ihr Wissen lehrten und vielen unter dem Volk Macht gaben.
Macht und Wissen, das ihr aber verkümmern ließet, weil ihr auf die Worte der
Fantasten und Falschspieler hörtet. So also sind neue und unwahre Schriften
entstanden und Religionen, die das Böse und Unreine verkörperten. Viele von
euren Vätern und Urvätern in vorgeschichtlichen Zeiten haben den Sinn unseres
Seins und Handelns nicht verstanden, weil ihnen noch die Intelligenz und das
Verständnis dafür fehlten. Sie waren nicht mit dem Wissen begabt, das ihr
Menschen heute besitzt. Doch das Geheime schläft in euch, wartet darauf, erweckt
zu werden. Die Väter eurer Väter und deren Väter haben dereinst
niedergeschrieben, was ihre Ohren hörten, was ihre Augen sahen und was ihr Herz
begehrte und fühlte. Sie notierten es auf Stein, in tiefen Höhlen, auf Wänden,
meißelten es in den Fels. Malten es auf Seide und auf Papier. Und wir haben es
in den ewigen Schriften festgehalten. Zum Gedenken für alle, die danach kommen.
Es ist unverfälscht, was wir verfassten. Niemand hat daran kopiert, keine
falschen Worte hinzugefügt oder weggelassen. Die Schrift ist geschützt und kann
nicht geändert werden. Darum also ist sie die wahre Abfolge allen Geschehens.
So nehmt denn unsere Worte an und verabscheut das Werk des Luzifers, der
Verrat an eurem wahren Sein beging. Einst diente er uns und sollte der Hüter
eures Lebens werden. Er wirkte mit, euch zu schaffen, damit ihr rein und ohne
Sünden bestehen solltet. Doch er verlor euch an uns und sich an die ewige
Verdammnis. Groß ist deshalb sein Bestreben, erneut Besitz über den Menschen zu
gewinnen. Durch die Unendlichkeit der Verbannung zieht er nun dahin in den
tiefen unbekannten Weiten aller Universen. Immer auf der Flucht vor uns und
unserer gerechten Strafe. Stets aber versucht er, euch zu seinen Untertanen und
Verbündeten zu machen. Hütet euch daher vor seinen Verführungskünsten. Die
Versprechen, die er gibt, sind absolut falsch und voller Hinterlist. Denn nur
wir besitzen die Macht über alles Sein auf eurer Welt und auf allen anderen
Welten, die wir geschaffen. Nur wir können euch geben, was euer Verlangen ist.
Denn ihr seid gemacht nach unserem Geist und nach unserem Willen. Ein Gleichnis
unseres Seins. Nur an uns sollt ihr glauben, denn ihr seid wie wir. Solange
ihr jedoch unsere wahre Existenz leugnet und bezweifelt, werdet ihr niemals
bekommen, was euer größtes Verlangen ist. Eines Tages jedoch werden unser Wissen
und unsere Macht in euch übergehen, weil ihr aus unserem Geist und nach unserem
Bild gemacht seid, genauso wie unsere Urväter vor Jahrmillionen waren und auch
heute noch sind. In euch allen ist all das gespeichert, was unsere Vorvorderen
vor langer langer Zeit euch eingaben. Doch es ist wieder verschlossen und ihr
versteht den wahren Sinn nicht. Darum, da ihr nach den Mächten des Bösen und des
Unglaubens strebt. So nehmt denn unsere wahren Worte an. Bewahrt die
Botschaft, die wir euch geben. Lernt daraus, die gemachten Fehler zu vermeiden.
Werdet so, wie unsere Väter und Urväter es wollten. So ist es auch das größte
Streben der Weisen von Korbina. Lest die Schriften des Umetuschda, der einst
unser Diener auf Erden war und ein Wesen des Menschenvolkes. Lest auch die Worte
seines mächtigen Herrn, des großen Futonga, dem Gebieter von Korbina. Beide
haben vor vielen Jahrtausenden ein gedemütigtes Volk aus der Knechtschaft
geführt und zu freien Menschen gemacht. Doch viel von diesem Erbe ist leider
nicht mehr erhalten. Lest und versteht auch die Schriften von Inu und seinem
himmlischen Bruder Emba, den beiden gewaltigen Kindern des Urherrschers Futonga.
Sie kamen von den Sternen und waren Diener eurer Völker auf Erden. Sie gaben
euren Vätern einst viele gute und weise Worte, deren Sinn ihr verfälscht und
missverstanden habt. Die himmlischen Inu und Emba lehrten den Urvätern viele
geheimnisvolle Dinge, was die Menschen zu jenen Zeiten zu wissen begehrten und
gelehrige Schüler waren. Wir haben die Schriften des Umetuschda für euch und
eure Kinder aufbewahrt. Er hat sie vor mehr als fünftausend Jahren
niedergeschrieben. Zum Gedenken und zur Erinnerung. Nichts an seinen Worten ist
falsch. Nichts, was weggelassen wurde. Wir haben sie ihm diktiert. Es ist die
Chronik der Entstehung. Erkennt daraus all die Dinge, die in den vielen
Jahrtausenden in euren Schriften verfälscht wurden. Und das sind die Worte des
Umetuschda, die wir euch allen in der Urfassung wiedergeben.
Der Prophet
auf einem anderen Stern "Wo ihr wohnet, da sollen die Städte wüst
und die Höhen zur Einöde werden." (Hesekiel 6,6) Öde lag auf dem
weiten Land, das ich betreten. Schwarz war der Himmel über mir. Hoch stand eine
rot glühende Sonne am Firmament und spendete nur spärlich Licht und wenig Wärme.
Dennoch brannte sie unbarmherzig auf meiner Haut. Diese Sonne war anzusehen wie
ein riesiger Feuerball. Drohend schien sie auf mich herabzublicken. Kein Wind
regte sich. Keinen Tierlaut konnte ich vernehmen. Keine Wolke zog über den
Himmel. Auch Pflanzen wuchsen nicht in dem trockenen Boden, den tiefe Furchen
und die Dürre zeichneten. Ausgetrocknet war das Land ringsum. In der Ferne
erspähte ich eine unendliche Sandwüste. Kahle Berge am Horizont lösten in mir
Unbehagen aus. Unheimlich drohend war diese fremde Welt für mich. Und ich
fürchtete mich sehr vor diesem Anblick, vor dieser Dürre und Stille. Aber es ist
nicht mein Land. Es ist nicht das Land meiner Ahnen oder meiner Urahnen. Es ist
eine Welt, daselbst ich noch nicht gewesen. Und dieser Anblick flößte mir
abermals Furcht ein. Ich war ein Fremder auf dieser Welt. Nach hier brachte
mich der gütige Meister in seinem gewaltigen Himmelsboot, das ohne Lärmen durch
die Lüfte sich bewegte. Und es flog in die fernen Himmel hinein. Weitab von
meinem geliebten Land. In Welten, die ich noch nie gesehen und daran kein
Menschenwesen je dachte, dass es sie gibt. Denn es ist die Welt zwischen den
Sternen, die nur den Unsterblichen vorbehalten ist. Da sprach der Meister zu
mir, als ich schweigend vor diesem Anblick stand: "Dies, Umetuschda, ist ein
Himmelsplanet, so groß wie deine Erde. Sündhaftigkeit hat ihn vor vielen
Jahrhunderten dem Untergang geweiht. Die Bewohner waren einst sehr habgierig und
ihre Herzen voller Hass erfüllt. Ihre Streitsucht und ihr Begehren nach Reichtum
hat sie alle zerstört und dahingerafft. Mit gewaltigen Waffen, die Tod und
Verderben brachten, vernichteten sie sich gegenseitig und löschten damit alles
Leben auf dieser Welt aus. Das der Pflanzen, der Tiere und das der Menschen.
Kein Wesen konnte der Katastrophe entgehen. Keine Kreatur vor dem Tod fliehen.
Und nun schwebt der Hauch des Todes noch immer auf dieser Welt. Unsichtbar und
im Verborgenen. Aber er kann dir nichts anhaben. Weil das Gewand, welches du
trägst, deinen Leib und deinen Geist davor schützt. Siehe, Umetuschda, diese öde
und verlassene Welt ist nicht allzu sehr von der deinigen entfernt. Fast kannst
du nach ihr greifen. In klaren Nächten siehst du sie auf den Feldern deines
Volkes wie einen hellen Stern am Himmelsfirmament erstrahlen. Du Umetuschda
hast Augen, dies hier alles zu sehen. Doch deine Ohren sollen aus meinem Munde
die Geschichte dieser vergangenen Völker hören. Und mit deinen Worten sollst du
das Erlebte deinen Kindern und deren Kindern berichten. Schreibe nieder, was du
nun vernimmst. Schreibe es zum Gedenken und zur Mahnung, auf dass alle Völker
und Menschen es erfahren. Jetzt und in fernen Zeiten. Lerne die Fehler dieser
vergessenen Rasse zu vermeiden, damit sich dein Schicksal und das deines Volkes
nicht auf Erden ähnlich wiederholt. Und siehe, all die großen Stätten liegen
in Schutt und Asche. Nichts ist mehr geblieben. Vernichtet sind all die
wundervollen Paläste der Herrscher, die Prunkbauten des Volkes. Nur die Ruinen
zeugen von einer einstigen großen Kultur auf dieser nun leeren Welt." Doch
ich sprach zu Futonga, meinem Gebieter: "Herr, was soll ich niederschreiben? Ich
verstehe viele deiner Worte nicht. Du sprichst für mich fremdartige Dinge, die
mir unverständlich sind. Wie soll ich meinem Volk die Reise auf dieses Eiland
erklären. Sie werden meinen Worten nicht glauben, ein riesiger Vogel habe mich
hierher getragen. Ein Vogel, denn du, oh Gebieter lenktest, der deine Worte
verstand und deinen Befehlen gehorchte. Weiß ich, ob mein Volk das Geschriebene
versteht? Weiß ich, ob es den Sinn erkennt? Deine Wunder kann ich nicht
beschreiben, weil ich solches noch nie erlebte. Führe du also meine Feder so,
damit mir nichts geheimnisvoll erscheint. Denn mein Geist ist gering an Wissen
und nicht reif für Dinge, die du tust und die du lenkst." Und der Meister
antwortete mir: "Halte fest, was deine Augen sehen und deine Ohren hören!
Schreibe wie du denkst und wie du fühlst. Schreibe nieder, wie ich dir die
Schrift lehrte. So bewahrst du das Gesehene und das Gehörte. Alles andere werden
meine Diener für dich notieren, damit es auch deine Kinder und dein Volk wohl
verstehen. Aber deine Überlieferung wird von denen, die nach dir und nach
deinen Kindern kommen, nicht verstanden. Sie werden deine Worte falsch deuten
und die Schrift verfehlt erkennen. Sie wissen nicht, was der wahre Sinn ist,
weil sie nicht nach ihren Gefühlen denken und sich von den Mächten des Bösen
leiten lassen. So wird den Menschen in sehr fernen Zeiten unser wahres Ziel auf
Erden verborgen bleiben. Doch auch ich werde in dem großen Buch des Wissens
und der Geschehnisse alles aufschreiben, für jene Menschen, die nach dir und
deinen Kindern und den Kindern deiner Kinder kommen. Meine Worte sind für all
jene Generationen bestimmt, die in fernen Zeiten den Erdenball bevölkern und den
Schritt zu den Sternen wagen. Dann erst wird man auf Erden den Sinn meiner Worte
und meiner Taten verstehen und erfassen können. Dein Volk und seine
Nachkommen werden Götter aus uns machen, obwohl wir keine Götter sind. Denn es
gibt nur XEBALONE. Die Menschen legen unsere Werke falsch aus. Sie werden die
Ereignisse der Vergangenheit leugnen und falsche Worte finden für das, was einst
auf Erden und am Himmel geschah. Drum halte ich dich an, Umetuschda, jeden Tag
deine Erlebnisse niederzuschreiben. Reiche sie dann weiter an mich, damit ich
sie aufbewahre und denen geben kann, die Jahrtausende nach dir kommen. So sehen
die Menschen künftiger Zeiten vielleicht, wie euer Denken und Handeln war.
Ermahne dein Volk, halte es an, die Worte, die du zu ihm sprichst, und die
Taten, welche meine Diener und ich an den Menschen vollbringen, richtig zu
verstehen und zu beachten. Zeige ihnen Gleichnisse auf, so wie ich sie dir
lehrte. Sieh an diese Welt des Verderbens, auf der wir stehen! Auch sie ist ein
Gleichnis. Sie ist ein Denkmal der Ermahnung und des Besinnens."
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